netcup vServer mit ISPConfig

Gestern haben wir das Image auf dem vServer vom Debian squeeze Image mit Froxlor auf ein minimal Image mit manuell installiertem ISPConfig gewechselt. Weg von Froxlor hatte zum einen den Grund, dass die Entwicklung ins stocken geraten ist und das Erscheinen der 1.0 fraglich ist. Desweiteren war der Spieltrieb ein treibender Grund.

ISPConfig bietet mit howtoforge.de/forum bzw. .com/forum ein deutsch bzw. englischsprachiges Supportforum welches gut besucht ist. Gleiches hat man bei Froxlor vergeblich gesucht. Warum eigentlich ein Controlpanel? Es macht einiges einfacher. Man spart sich viel Arbeit wenn man für die ganzen Domains keine eigenen vHosts anlegen oder die kompletten E-Mail Postfächer von Hand erstellen muss. ISPConfig bietet auch eine gute Möglichkeit den Server zu überwachen.

Dank des Backupspace den man bei einer Neuinstallation bei netcup hat, spart man sich das runterladen des Backups. Irgendwo versteckt im Forum steht, dass bei einer Neuinstallation die Daten in /backup erhalten bleiben. Existiert dieser nicht, kann man ihn einfach per Hand anlegen.

Die Installation lief problemlos, bis es an quota ging. Ein Blick in /etc/fstab war ernüchternd, denn es ist leer. Kurze Recherche hat ergeben (was ich vergessen hatte): netcup vServer werden nicht vollvirtualisiert, sondern teilen sich den Kernel mit dem Host. Da schon iptables nicht funktioniert hätte mir das mit quota auch einfallen können. Ist aber eigentlich nicht so tragisch, quota ist nicht unbedingt erforderlich. Alles weitere ging ohne weitere Probleme durch, ISPConfig war installiert. Das Passwort vom admin sollte direkt geändert werden, denn admin:admin ist nicht die sicherste Kombination.

Einmal in ISPConfig angekommen ist alles ein wenig erschlagend, denn es gibt sehr viele Optionen. Nach kurzer Zeit kommt man aber gut zurecht, auch wenn vieles nicht unbedingt selbsterklärend ist. Man kann mit ISPConfig auf Debian auch die Einstellungen für die Ethernet Interfaces einstellen, aber da es ja auf einem vServer läuft sollte man die Finger davon lassen (bzw. es wird eh nicht funktionieren).

Alles läuft .. denkt man. Alle Einstellungen die in Konfigurationen geschrieben werden, kommen in die Jobqueue. Diese füllte sich sehr schnell, aber wurde nicht abgearbeitet. Warum war nicht ersichtlich, also als erstes ein Blick in die cronjobs. Dort war alles richtig.

Stößt man den cronjob von Hand an läuft er auch ohne Fehler durch.

Nach wirklich langer Zeit kam die passende Antwort (bzw. Frage) im Supportforum:

läuft der crondaemon denn auch?

Keine Ahnung wieso, aber er lief nicht. Das war der letzte Schritt der noch fehlte. Ab diesem Zeitpunkt konnte man die Logs sehen, die Jobqueue wird abgearbeitet und die Konfigurationen werden geschrieben. Die letzten Handgriffe werden noch gemacht und dann ist alles fertig. Der Wechsel des Images und des Controlpanels / Hostingpanels hat dann insgesamt 6 Stunden gedauert (inkl. Backup und Restore der Daten und Datenbanken).

Falls es noch jemand machen will, a perfect server with Debian squeeze ist eine gute Hilfe.